Startseite  |   Impressum  |   Kontakt   
Das Unternehmen     Durchführungswege     Zeitwertkonten     Dienstleistungen     So arbeiten wir     News    
BmV Portal

Direktzusage

 
Direktzusage / Stand Dezember 2008
 
Begriff Pensionszusage
 
Die Pensionszusage ist ein Versprechen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer, ihm im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall an seine Hinterbliebenen betriebliche Versorgungs-leistungen zu zahlen. Der Arbeitnehmer erhält durch die Pensionszusage im Leistungsfall einen direkten Anspruch gegen den Arbeitgeber. Dieser muss die fälligen Versorgungs-leistungen aus laufenden Mitteln erbringen.
 
Für die steuerliche Anerkennung muss die Pensionszusage schriftlich erteilt und dem Arbeitnehmer ein Rechtsanspruch auf die Leistungen eingeräumt werden. Die Zusage darf außerdem keinen steuerschädlichen Widerrufsvorbehalt enthalten (§ 6 a Abs. 1 Nr.1 bis 3 Einkommensteuergesetz [EStG]).
 
Arbeitsrechtliche Behandlung
 
Um sich von den betriebsfremden Risiken aus einer Pensionszusage zu befreien und im Versorgungsfall das notwendige Kapital zur Verfügung zu haben, wählt der Arbeitgeber meist den Abschluss einer Rückdeckungsversicherung. Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigter der Versicherung ist der Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer ist lediglich versicherte Person. Er kann seine Ansprüche aus der Pensionszusage ausschließlich gegenüber dem Arbeitgeber, nicht gegenüber der Versicherungsgesellschaft geltend machen. Pensionszusage und Rückdeckungsversicherung sind zwei getrennte Vorgänge, die auch getrennt zu bilanzieren sind.
 
Hat ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Pensionszusage erteilt, ist er an die Vorschriften des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) gebunden. Das BetrAVG enthält lediglich Mindestnormen zum Schutz der versorgungsberechtigten Arbeitnehmer, vertragliche Besserstellungen sind jederzeit möglich.
 
Steuerrechtliche Behandlung
 
Leistungen der betrieblichen Altersversorgung haben grundsätzlich Entgeltcharakter. Sie sind deshalb beim Arbeitgeber Betriebsausgaben, beim begünstigten Arbeitnehmer bei Bezug steuerpflichtiges Entgelt.
 
Besteuerung beim Arbeitnehmer: Lohn- / Einkommensteuer
 
Vor Eintritt des Versorgungsfalls fließen dem Arbeitnehmer noch keine Leistungen zu. Deshalb fehlt auch die Grundlage für eine Besteuerung. Nach Eintritt des Versorgungsfalls gehören die Leistungen beim Arbeitnehmer zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG). Sie sind deshalb lohn-/ einkommensteuerpflichtig.



Datenschutz   |   Impressum   |   Druckansicht   |   Sitemap
RSS